Sabine Bergmann

Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern

Hast du in der Rolle als Mutter oder Vater Momente erlebt, in denen du außer dir warst und später an Schuldgefühlen gegenüber deinem Kind gelitten hast?  Hast du je gedacht, „Ich bin keine gute Mutter, kein guter Vater?“ Bist du als Mutter oder Vater öfter total erschöpft und denkst: „Das schaffe ich nicht mehr?“ Bringen deine Kinder dich immer wieder an deine Grenzen und darüber hinaus?

Dann könnte der 8-Wochenkurs Mindful Parenting richtig für dich sein. Die Grundlage dieses Elternkurses bildet die intensive und systematische Schulung der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls mit folgenden Schwerpunkten:

  • bessere Selbstwahrnehmung, mehr Gelassenheit und innere Ruhe entwickeln
  • Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl erlernen
  • automatische Reaktions- und Verhaltensmuster in der Erziehung erkennen, die häufig ihren Ursprung in den Herkunftsfamilien haben, und einen hilfreichen Umgang damit finden
  • bewusster und beziehungsfördernder Umgang mit Konflikten mit den Kindern sowie das Reparieren von Brüchen in der Eltern-Kind-Beziehung
  • liebevoll Grenzen setzen
  • Vertiefung der Beziehungen und ein gemeinsames Wachsen mit dem Kind

 

In diesem Kurs stehen das Stresserleben der Eltern im Mittelpunkt und nicht das Problemverhalten des Kindes.
Zu den Methoden des Mindful Parenting zählen Meditationen, Selbsterfahrungs- und Achtsamkeitsübungen, der Austausch in der Gruppe, Input zu psychologischen und neurobiologischen Hintergründen und Übungen für zu Hause.

Was genau ist Mindful Parenting?

Mindful Parenting ist ein 8-wöchiges Achtsamkeitstraining, das auf den Grundelementen des MBSR-Kurses (Mindfulness-Based Stress Reduction) basiert. Übungen wie der Bodyscan, die Sitzmeditation und achtsames Yoga finden sich auch im Mindful Parenting-Kurs wieder, hinzu kommen Themenschwerpunkte zum Eltern-Kind-Verhältnis: 

  • Achtsamkeit im elterlichen und familiären Miteinander
  • Wahrnehmungsübungen zum Erkennen und Erforschen der eigenen Verhaltensmuster und Eltern-Kind-Interaktionen
  • Übungen, die Eltern helfen, sich ihrer individuellen Ressourcen und damit auch ihrer Grenzen bewusster zu werden
  • Übungen, die Eltern dabei unterstützen, sich nach einem schweren Konflikt wieder mit ihrem Kind emotional zu verbinden 
Mindful Parenting ist keine Elternberatung

Es geht nicht um „richtig“ oder „falsch“ oder um fertige Erziehungs-Lösungen. Der Kurs liefert hingegen hilfreiche Anleitungen und Übungen für einen achtsamen Umgang mit sich selbst und mit den Kindern. Du lernst, dich und deine Reaktionen besser zu verstehen und mitfühlender damit umzugehen. Dies ermöglicht dir mehr Selbstfürsorge und Gelassenheit zu entwickeln und führt zu mehr Handlungsspielraum im Alltag.

Referenzen: Langjährige MBSR-,MBCT und Deep-Rest-Trainerin, Senior Teacher für Achtsamkeit und Mitgefühl, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierte Coachin für Neurosystemische Integration (NI)

Alles, was du in diesem Kurs für dich tust, tust du vervielfacht auch für deine Kinder.

Der Kurs setzt sich aus den Programmen von Susan Bögels und Jörg Mangold zusammen.

  • Susan Bögels (Universität Amsterdam, NL) und Kathleen Restifo (US) entwickelten Mindful Parenting für Menschen, die unter elterlichen Stressbelastungen leiden. Es basiert auf dem von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn entwickeltem Programm zur Stressbewältigung MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction).
  • Jörg Mangold entwickelte das Kursformat für Eltern „Mindful Compassionate Parenting-MCP“ und ist Autor von „Eltern sind auch nur Menschen. Selbstmitgefühl zwischen Säbelzahntiger und Smartphone“. Er ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, ärztlicher Psychotherapeut, sowie Achtsamkeitslehrer für MSC, MBSR, MBCL, PNT, Mindful Parenting, MYmind und MCP.

Mindful Parenting wird in den Niederlanden sowohl im klinischen Kontext als auch in der offenen, präventiven Arbeit mit Eltern eingesetzt und ist in wissenschaftlichen Studien evaluiert worden. Es hat tiefgreifende und nachhaltig positive Wirkungen auf das elterliche Stresserleben, das eigene Wohlbefinden und das der Kinder sowie auf die elterliche Kooperation in der Erziehung gezeigt.

An wen richtet sich Mindful Parenting?
Kinder großzuziehen ist für Eltern eine Herausforderung und mit Stress verbunden. Viele Eltern-Kind-Beziehungen stehen unter dem Einfluss starker Emotionen, die oft zu unbewussten und automatisierten Handlungen seitens der Eltern führen. Diese fühlen sich dann nicht selten ohnmächtig und wie ferngesteuert. Vor allem Mütter haben die Botschaft verinnerlicht, dass sie sowohl den Anforderungen der Kindererziehung als auch denen der Karriere gewachsen sein sollten. Wenn sie sich dann gestresst, müde oder deprimiert fühlen, geben sie sich in der Regel selbst die Schuld. Gleichzeitig haben viele Eltern das Lebensziel, eine gute Mutter oder ein guter Vater sein zu wollen und holen sich dafür Rat aus Elternkursen, Büchern und TV-Sendungen. Das setzt sie oft noch mehr unter Druck, sie gehen noch strenger mit sich ins Gericht und fühlen sich als schlechte Eltern, die sich und ihre Kinder nicht im Griff haben.

Mindful Parenting richtet sich an diese Eltern. In diesem Kurs stehen das Stresserleben der Eltern im Mittelpunkt und nicht das Problemverhalten des Kindes.

  • Ein sehr wichtiger Teil des Kurses besteht darin, durch tägliches Üben die neu erlernten Fähigkeiten zu vertiefen. Dazu gehören formale Meditationsübungen sowie spezielle Elternübungen im Familienalltag.