Franziska Wulff

MBCL – worum geht es dabei?

Du möchtest der inneren Strenge (und Kritik) begegnen und mehr Selbstakzeptanz und Freundlichkeit mit dir und anderen kultivieren?

Du sehnst dich nach mehr Gelassenheit und Gleichgewicht im Leben und möchtest der Lebensfreude (wieder) mehr Raum geben?  Dann könnte ein MBCL-Kurs ein unterstützender Weg für Dich sein.

Im MBCL-Kurs lernst du, dir selbst und anderen in schwierigen Momenten mit Verständnis, Freundlichkeit und Fürsorge (anstatt mit Selbstkritik oder Vorwürfen) zu begegnen. Mitgefühl zu empfinden ist ein wirksames Gegenmittel gegen Stress, Angst und Depressionen. Du erlebst positivere Gefühle, mehr Lebensqualität und stärkst Deine Resilienz (kannst also besser mit Herausforderungen umgehen). Durch die MBCL-Übungen entwickelst du Mitgefühl für dich selbst und andere. Du lernst, mit dem unvermeidlichen Leid im Leben auf eine heilsamere Weise umzugehen, und erlebst mehr Wärme, Geborgenheit, Verbundenheit und Akzeptanz.

Zum Hintergrund von MBCL

Die Fähigkeit zu Mitgefühl ist uns allen angeboren, kann sich aber aus unterschiedlichen Gründen nicht immer voll entfalten. Die Fähigkeit, mitfühlend und freundlich auf Schmerz und Leiden in uns und anderen zu antworten kann jedoch durch regelmäßiges Üben entwickelt und vertieft werden. Darin liegt das Ziel des MBCL-Kurses. Darüber hinaus kann MBCL die Fähigkeiten zur Stressbewältigung vertiefen und stärken, die evtl. in einem MBSR-Kurs erworben wurden.

MBCL wurde 2007 von dem niederländischen Psychiater und Psychotherapeuten Dr. Erik van den Brink und dem Meditationslehrer und Psychiatriepfleger Frits Koster entwickelt. Sie wurden u.a. inspiriert von der Arbeit von Christopher Germer, Kristin Neff und Paul Gilbert (den Pionieren der westlichen Mitgefühlspraxis und deren Anwendung im Gesundheitswesen), des Neurowissenschaftlers und Achtsamkeitslehrers Rick Hanson, der Arbeit der amerikanischen Psychologin und Wissenschaftlerin Dr. Barbara Fredrickson sowie der Arbeit der Meditationslehrerin Tara Brach.

Studien zu MBCL zeigen, dass die Teilnahme…

  • Achtsamkeit, Selbstmitgefühl, Lebensqualität und Resilienz steigert
  • Depressionen, Selbstkritik, Ängste und Stress verringert
  • zu einem konstruktiven Umgang mit schwierigen Gefühlen beiträgt und so emotionale Resilienz und Emotionsregulation unterstützt
  • hilft, Herausforderungen aktiv anzugehen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
  • soziale Verbundenheit, Zuversicht und Lebensglück fördert

 

Für wen ist MBCL geeignet?

Ein MBCL-Kurs richtet sich an Menschen, …

… die an einem MBSR-, MBCT- oder MBRP/Breathwork-Kurs teilgenommen haben und ihre Achtsamkeitspraxis vertiefen und insbesondere ihre Fähigkeit zu (Selbst-)Mitgefühl weiterentwickeln möchten.

… die mit Stress, Selbstkritik, Ängsten, depressiven Symptomen, Burnout oder chronischen Schmerzen leben und einen freundlicheren, mitfühlenderen Umgang mit sich selbst und anderen entwickeln wollen.

… die nach Wegen zu mehr Balance zwischen Selbstfürsorge und Fürsorge für andere suchen.

Inhalte des Kurses:

  • Verschiedene Meditationen und Reflektionsübungen, die helfen …

    … zentrale Aspekte emotionalen Wohlbefindens (z.B. ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, Akzeptanz, Verbundenheit mit sich und anderen) zu erfahren und weiter zu kultivieren,

    … die „vier Lebensfreunde“ Freundlichkeit, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit in sich zu fördern,

    … einen mitfühlenden Umgang mit schwierigen Gefühlen und herausfordernden Lebenssituationen zu stärken.

  • Theoretische Hintergründe der Mitgefühlspraxis und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die für das Verständnis hilfreich sind
  • Möglichkeiten, Mitgefühl und Freundlichkeit mit sich und anderen im Alltag zu verankern und Übungsvorschläge für zu Hause
  • Sanfte und mitfühlende Körperübungen

Dieser Kurs ist kein Ersatz für eine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung, kann diese aber sinnvoll ergänzen.